Stadt · Ebene 3

Miyazaki · 宮崎市

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Region
Präfektur Miyazaki, Japan
Einwohner
397.476
Zentrum
31.9076° N · 131.4204° E
Stadtteile
–
Miyazaki – Stadtansicht
Miyazaki · © ja:User:Sanjo · Public domain
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Karte von Miyazaki

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§ 3

Miyazaki entdecken: Palmen, Mythen und Chicken Nanban

Reiseführer · redaktionell

Palmen an der Uferstraße, Surfer im Morgenlicht und ein Klima, das selbst im Winter mild bleibt: Miyazaki war in den 1960er-Jahren Japans beliebtestes Ziel für Flitterwochen. Heute lohnt eine Miyazaki Reise wegen der Nichinan-Küste, der Mythen um den ersten Kaiser und einer Küche, die Hühnchen auf eigene Art feiert.

Mythen, Schreine und Haniwa

Die Gegend um Miyazaki, das alte Hyūga, gilt in der japanischen Mythologie als Wiege der Kaiserdynastie. Der Schrein Miyazaki-jingū im Norden der Innenstadt ist dem legendären ersten Kaiser Jimmu gewidmet und liegt in einem stillen Hain. Im Heiwadai-Park steht der 37 Meter hohe Friedensturm aus dem Jahr 1940, umgeben von einem Garten mit Hunderten Nachbildungen von Haniwa-Tonfiguren aus der Grabhügelzeit. Wer mehr davon sehen will, fährt zur Grabhügelgruppe Saitobaru im Nachbarort Saito, die im Frühjahr in Raps- und Kirschblüten steht.

Sehenswürdigkeiten in Miyazaki: Aoshima und die Nichinan-Küste

Die kleine Insel Aoshima ist von subtropischem Wald bedeckt und über einen Damm zu Fuß erreichbar; in ihrer Mitte liegt ein Schrein, den Paare für Liebesglück besuchen. Rundherum ragen die „Waschbretter des Teufels“ aus dem Wasser, wellenförmige Felsrippen, die bei Ebbe besonders deutlich hervortreten. Weiter südlich ist der Schrein Udo-jingū in eine Höhle über der Brandung gebaut; Besucher versuchen, Glückskugeln aus Ton in eine Mulde auf einem schildkrötenförmigen Felsen zu werfen. Unterwegs liegt der Park Sun Messe Nichinan mit Nachbildungen der Moai-Statuen, die mit Erlaubnis der Osterinsel aufgestellt wurden.

Stadtleben am Ōyodo-Fluss

Die Innenstadt ist überschaubar: Die palmengesäumte Tachibana-dōri führt als Hauptachse vom Bahnhof bis zum Fluss Ōyodo, an dessen Ufern Spazierwege und Gärten liegen. Im Kulturpark nördlich des Zentrums zeigt das Präfekturmuseum für Kunst Werke regionaler Maler, gleich daneben liegt das Präfekturmuseum für Natur und Geschichte. An der Küste nördlich der Stadt erstreckt sich bei Hitotsuba ein langer Kiefernwald mit der Ferienanlage Phoenix Seagaia, und an den Wochenenden treffen sich Familien am Strand zum Grillen.

Essen in Miyazaki

Chicken Nanban, frittiertes Huhn in süßsaurer Marinade mit Tartarsauce, stammt aus der Präfektur und steht auf fast jeder Speisekarte. In den Izakaya des Ausgehviertels Nishitachi grillt man Jidori-Hühnchen über Holzkohle, bis es rauchig und schwarz gezeichnet ist. Im Sommer erfrischt Hiyajiru, eine kalte Miso-Suppe mit Fisch, Tofu und Gurke über Reis. Berühmt sind außerdem die Mangos, die als Premiumware unter dem Namen Taiyō no Tamago, Ei der Sonne, zu stolzen Preisen verkauft werden.

Unterwegs und beste Reisezeit

Der Flughafen Miyazaki (KMI) liegt nur rund zehn Zugminuten vom Hauptbahnhof entfernt, nach Tokio fliegt man etwa anderthalb Stunden. Auf der Schiene ist Miyazaki mit Expresszügen von Kagoshima oder Ōita erreichbar, einen Shinkansen gibt es nicht. Für die Küste empfiehlt sich ein Mietwagen, die Nichinan-Linie fährt immerhin bis Aoshima. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr; im Februar schlagen Profi-Baseballteams hier ihre Trainingslager auf. Im Sommer locken die Surfstrände bei Kisakihama, im Spätsommer drohen Taifune. Ein Tagesausflug führt in die Schlucht von Takachiho im Norden der Präfektur.

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