Stadt · Ebene 3

Newcastle upon Tyne

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Region
England, Großbritannien
Einwohner
300.196
Zentrum
54.9738° N · -1.6132° E
Stadtteile
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Karte von Newcastle upon Tyne

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§ 3

Newcastle entdecken: Tyne-Brücken, Quayside und Geordies

Reiseführer · redaktionell

Sieben Brücken überspannen auf kurzer Strecke den Fluss Tyne, und eine davon kippt sich wie ein blinzelndes Auge, um Schiffe durchzulassen. Eine Städtereise nach Newcastle upon Tyne verbindet Industriegeschichte mit eleganter Architektur, moderner Kunst am Flussufer, einem legendären Nachtleben und der Herzlichkeit der Einheimischen, die sich Geordies nennen.

Von der Römermauer zur Kohlestadt

Die Römer bauten hier eine Brücke und ein Kastell am östlichen Ende des Hadrianswalls; in Wallsend zeigt die Ausgrabung Segedunum die Reste. Die Normannen errichteten eine neue Burg, die der Stadt ihren Namen gab, ihr Bergfried und das Black Gate stehen noch heute. Über Jahrhunderte exportierte Newcastle Kohle, die Redewendung „Kohlen nach Newcastle tragen“ steht für etwas Überflüssiges. Im 19. Jahrhundert kamen Schiffbau und Maschinenbau dazu, George und Robert Stephenson bauten hier Lokomotiven. Die Stadtplaner Richard Grainger und John Dobson gestalteten in den 1830er Jahren das klassizistische Zentrum Grainger Town.

Sehenswürdigkeiten in Newcastle

Die Grey Street, geschwungen und von honigfarbenen Sandsteinfassaden gesäumt, gilt als eine der schönsten Straßen Englands; an ihrem Ende steht Grey’s Monument, das an Premierminister Earl Grey erinnert, nach dem auch der Tee benannt ist. Die Tyne Bridge von 1928 ist das Wahrzeichen, die High Level Bridge von Robert Stephenson trägt Straße und Bahn auf zwei Ebenen. Am Quayside verbindet die Gateshead Millennium Bridge Newcastle mit Gateshead am Südufer, wo in einer alten Getreidemühle das Kunstzentrum BALTIC zeitgenössische Kunst zeigt und das geschwungene Musikzentrum The Glasshouse Konzerte bietet. Etwas außerhalb breitet der Angel of the North von Antony Gormley seine stählernen Flügel aus.

Essen und Ausgehen

Newcastle ist für sein Nachtleben berühmt. Am Bigg Market und am Quayside füllen sich die Bars am Wochenende, die Ouseburn Valley östlich des Zentrums ist mit Kneipen in alten Werkstätten, Livemusik und einer städtischen Farm das alternative Viertel. In den Pubs bestellt man Newcastle Brown Ale, und zum typischen Essen gehören Stottie Cake, ein flaches Brot, gefüllt mit Schinken und Pease Pudding. Der Sonntagsmarkt am Quayside bietet Streetfood und Kunsthandwerk, und der überdachte Grainger Market aus dem Jahr 1835 beherbergt Metzger, Bäcker und den kleinsten Laden der Kette Marks & Spencer, der als Penny Bazaar noch immer geöffnet ist.

Fußball und Feste

Der Newcastle United FC spielt im St James’ Park mitten in der Stadt, an Spieltagen sind schwarz-weiße Trikots überall zu sehen. Im September läuft der Great North Run, einer der größten Halbmarathons der Welt, über die Tyne Bridge nach South Shields an die Küste.

Anreise und beste Reisezeit

Der Flughafen Newcastle ist mit der Metro in rund 25 Minuten erreichbar, nach London fährt man in knapp drei Stunden, nach Edinburgh in anderthalb. Die Metro führt auch an die Strände von Tynemouth und Whitley Bay. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September. Ausflüge führen zum Hadrianswall, nach Durham mit seiner Kathedrale und an die Küste von Northumberland.