Stadt · Ebene 3

Nizza · Nice

3.346 Orte in Nizza – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen2 fertige Touren

Region
Provence-Alpes-Côte d’Azur, Frankreich
Einwohner
357.737
Zentrum
43.7009° N · 7.2684° E
Stadtteile
1
Nizza – Stadtansicht
Nizza · © Moody Dreiza (Moody751 at English Wikipedia) · CC BY 2.5
§ 3

Karte von Nizza

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 4

Nizza entdecken: Promenade, Vieux-Nice und Côte d'Azur

Reiseführer · redaktionell

Das Licht über der Baie des Anges hat Maler wie Matisse und Chagall nach Nizza gelockt – und auch heute lässt es das Wasser in einem Blau leuchten, das man nur an der Côte d'Azur findet. Die Hauptstadt der französischen Riviera verbindet eine italienisch geprägte Altstadt mit Belle-Époque-Palästen und einem Strand mitten in der Stadt. Ein Urlaub in Nizza ist auch der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Küste.

Zwischen Italien und Frankreich

Griechen aus Massalia gründeten hier die Siedlung Nikaia, die Römer bauten auf dem Hügel von Cimiez eine Stadt, deren Ruinen noch zu sehen sind. Über Jahrhunderte gehörte Nizza zum Herzogtum Savoyen und später zum Königreich Sardinien – erst 1860 kam die Stadt nach einer Volksabstimmung zu Frankreich. Giuseppe Garibaldi, der Held der italienischen Einigung, wurde hier geboren. Im 19. Jahrhundert entdeckten britische Aristokraten Nizza als Winterquartier, finanzierten den Uferweg, der später zur Promenade des Anglais wurde, und auch russische Adlige kamen in Scharen. Dieses Erbe als Winterkurort wurde 2021 von der UNESCO als Welterbe anerkannt.

Sehenswürdigkeiten in Nizza

Die Promenade des Anglais zieht sich rund sieben Kilometer am Meer entlang; die blauen Stühle am Geländer sind ein Symbol der Stadt. Prachtbauten wie das Hotel Negresco mit seiner rosa Kuppel säumen sie. Die Colline du Château, der Burgberg, bietet einen Wasserfall und den schönsten Blick über die Bucht und den Hafen. Die Place Masséna mit roten Fassaden und schwarz-weißem Pflaster verbindet Altstadt und Neustadt, gleich daneben erstreckt sich die Promenade du Paillon, ein Park mit Wasserspielen. Im Hügelviertel Cimiez liegen das Musée Matisse und, etwas tiefer, das Musée Marc Chagall mit dessen biblischen Bildern. Die russisch-orthodoxe Kathedrale Saint-Nicolas mit ihren Zwiebeltürmen erinnert an die Zarenfamilie, die hier überwinterte.

Vieux-Nice und Viertel

Vieux-Nice, die Altstadt, ist ein Gewirr aus engen Gassen mit ockerfarbenen Häusern, barocken Kirchen wie der Kathedrale Sainte-Réparate und Wäsche zwischen den Fenstern. Auf dem Cours Saleya findet jeden Morgen ein Blumen- und Gemüsemarkt statt, montags ein Antiquitätenmarkt. Rund um die Avenue Jean-Médecin, die große Einkaufsstraße im Quartier Jean-Médecin, liegen Kaufhäuser und Geschäfte, und das Viertel um den Hafen Port Lympia hat sich mit Bars, Antiquitätenläden und Restaurants zu einem beliebten Ausgehviertel entwickelt. Im Norden lockt das Viertel Libération mit seinem lebhaften Markt rund um die alte Bahnhofshalle.

Essen in Nizza: Socca und Salade niçoise

Die Küche Nizzas ist mediterran und eng mit Italien verwandt. Socca, ein dünner Fladen aus Kichererbsenmehl, wird in großen Pfannen gebacken und heiß mit Pfeffer gegessen, am besten auf dem Cours Saleya. Pissaladière, ein Zwiebelkuchen mit Sardellen und Oliven, Pan bagnat, ein mit Salade niçoise gefülltes Brot, und Petits farcis, gefülltes Gemüse, gehören zum Repertoire. Die echte Salade niçoise enthält übrigens weder Kartoffeln noch grüne Bohnen. Lokale Restaurants mit dem Label „Cuisine Nissarde“ garantieren traditionelle Küche. Dazu passt ein Rosé aus der Provence oder ein Bellet, ein Wein aus den Hügeln der Stadt.

Karneval und Ausflüge

Der Karneval von Nizza im Februar ist einer der größten der Welt: Riesige Pappfiguren ziehen durch die Straßen, und bei den Blumenkorsos werfen Darsteller Mimosen und Gerbera ins Publikum. Lohnende Ausflüge führen nach Èze, einem Adlernest über dem Meer, nach Villefranche-sur-Mer mit seiner Bucht, zum Cap Ferrat, nach Monaco, nach Antibes oder ins Parfümstädtchen Grasse. Mit dem Zug erreicht man Monaco in einer guten Viertelstunde, und der Linienbus über die Corniches bietet unterwegs atemberaubende Blicke auf die Steilküste. Wer Natur sucht, fährt in das Hinterland zu den Bergdörfern Saint-Paul-de-Vence mit der Fondation Maeght oder in die Schluchten des Mercantour-Nationalparks.

Unterwegs und beste Reisezeit

Der Flughafen Nice Côte d'Azur (NCE) liegt direkt am Meer, nur rund sieben Kilometer westlich des Zentrums, und ist per Straßenbahn angebunden. Regionalzüge fahren entlang der Küste nach Monaco, Menton und Cannes, Busse in die Bergdörfer. Beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst; der Winter ist mild, im Hochsommer sind die Kiesstrände voll.