Stadt · Ebene 3

Dresden

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Region
Sachsen, Deutschland
Einwohner
562.764
Zentrum
51.0493° N · 13.7381° E
Stadtteile
14
Dresden – Stadtansicht
Dresden · © Bgabel · CC BY-SA 3.0
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Karte von Dresden

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Dresden entdecken: Frauenkirche, Zwinger und Neustadt

Reiseführer · redaktionell

Vom Elbufer aus gesehen ist Dresden eine Kulisse: Kuppeln, Türme und Paläste reihen sich am Fluss aneinander, dem Bild, das Canaletto im 18. Jahrhundert malte. Die sächsische Landeshauptstadt wurde nach der Zerstörung 1945 mühsam wiederaufgebaut und ist heute eine der großen Kunststädte Europas. Eine Städtereise nach Dresden verbindet barocke Pracht mit dem lebendigen Szeneviertel Neustadt und Ausflügen in die Sächsische Schweiz.

Elbflorenz

Unter August dem Starken und seinem Sohn August III. im 18. Jahrhundert wurde Dresden zu einer prachtvollen Residenz mit Sammlungen, die zu den bedeutendsten Europas gehören. Den Beinamen „Elbflorenz“ verdankt die Stadt dem Glanz ihrer Kunst und Architektur. Im Februar 1945 zerstörten Luftangriffe die Innenstadt fast vollständig. Zu DDR-Zeiten wurden Zwinger und Semperoper wiederaufgebaut, die Ruine der Frauenkirche blieb als Mahnmal stehen. Nach der Wende wurde sie mit Spenden aus aller Welt rekonstruiert und 2005 geweiht.

Sehenswürdigkeiten in Dresden

Die Frauenkirche am Neumarkt mit ihrer steinernen Kuppel ist Symbol der Versöhnung; die alten, dunklen Steine in der Fassade zeigen, was von der Ruine wiederverwendet wurde. Der Zwinger, ein barockes Festgelände mit Pavillons und Gärten, beherbergt die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffaels „Sixtinischer Madonna“. Die Semperoper ist eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Das Residenzschloss bewahrt im Grünen Gewölbe Schätze aus Gold, Silber und Edelsteinen. Am Stallhof zeigt der Fürstenzug, ein über 100 Meter langes Wandbild aus Meißner Porzellanfliesen, die Herrscher Sachsens. Die Brühlsche Terrasse, der „Balkon Europas“, bietet einen Blick auf die Elbe.

Neustadt und Elbufer

Auf der anderen Elbseite liegt die Äußere Neustadt, ein Gründerzeitviertel mit Kneipen, Clubs, Street Art und der Kunsthofpassage, deren Fassaden mit Regenrinnen musizieren können. In der Inneren Neustadt stehen der Goldene Reiter, ein Standbild August des Starken, und das Japanische Palais. Die Elbwiesen sind im Sommer Treffpunkt für Picknicks und Open-Air-Kino. Der Große Garten in der Seevorstadt ist der größte Park der Stadt, mit Palais und Parkeisenbahn.

Essen in Dresden

Dresdner Christstollen ist weltbekannt, ebenso wie die Eierschecke, ein Kuchen mit Quark und Eiercreme. Sauerbraten, Kartoffelsuppe und Quarkkeulchen gehören zur sächsischen Küche. Weine aus dem Elbtal, einer der nördlichsten Weinbauregionen Europas, passen dazu. Die Pfunds Molkerei in der Neustadt gilt als „schönster Milchladen der Welt“, mit handbemalten Fliesen.

Unterwegs und beste Reisezeit

Der Flughafen liegt nördlich und ist per S-Bahn in rund 20 Minuten erreichbar. Straßenbahnen und Busse erschließen die Stadt, historische Raddampfer fahren auf der Elbe. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, im Advent lockt der Striezelmarkt, einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Ausflüge führen nach Meißen, zum Schloss Pillnitz und in die Sächsische Schweiz mit der Bastei, deren Sandsteinfelsen hoch über der Elbe aufragen; die S-Bahn fährt in rund 40 Minuten nach Kurort Rathen. Auch Moritzburg mit seinem Wasserschloss, bekannt aus dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, und Radebeul mit seinen Weinbergen und dem Karl-May-Museum sind schnell erreicht. Der Elberadweg verbindet viele dieser Ziele auf flachen Wegen am Fluss.