Region · Ebene 2

Košický kraj

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Land
Slowakei
Städte
4
Zuordnung
über Koordinaten
§ 3

Košický kraj: Kaschau, Slowakisches Paradies und Tokaj

Reiseführer · redaktionell

Der Košický kraj im Osten der Slowakei reicht von den Schluchten des Slowakischen Paradieses über die Tropfsteinhöhlen des Slowakischen Karsts bis zu den Weinbergen des slowakischen Tokaj. Ein Urlaub im Košický kraj beginnt meist in Kaschau, der zweitgrößten Stadt des Landes, mit einer der schönsten Hauptstraßen Mitteleuropas.

Vom Paradies bis ins Tiefland

Die Region, deutsch Kaschauer Landschaftsverband, grenzt an Ungarn und die Ukraine. Im Nordwesten liegt der Nationalpark Slowakisches Paradies, nahe Zipser Neudorf, slowakisch Spišská Nová Ves. Südlich davon breitet sich der Slowakische Karst um Rosenau, slowakisch Rožňava, aus, ein Kalkplateau mit Hunderten Höhlen. Der Osten um Großmichel, slowakisch Michalovce, ist das flache Ostslowakische Tiefland mit dem Stausee Zemplínska šírava. Rund 780.000 Menschen leben hier, darunter eine große ungarische Minderheit im Süden und viele Roma.

Sehenswürdigkeiten in Košice

Kaschau besitzt mit dem Elisabethdom die größte Kirche der Slowakei und die östlichste gotische Kathedrale Europas. In ihrer Krypta ruht Fürst Franz II. Rákóczi, Anführer des ungarischen Aufstands gegen die Habsburger. Die Hauptstraße, Hlavná ulica, verläuft linsenförmig durch die Altstadt, gesäumt von Barock- und Jugendstilfassaden, dem Staatstheater und einem singenden Brunnen. Der Urbanturm, die Michaelskapelle und das Ostslowakische Museum mit dem Kaschauer Goldschatz, einem Münzfund aus dem 17. Jahrhundert, sind weitere Ziele. Seit Kaschau 2013 Kulturhauptstadt Europas war, sind ehemalige Kasernen und ein altes Schwimmbad zu Kulturzentren umgebaut. Das Viertel um die Hrnčiarska-Gasse mit Werkstätten von Kunsthandwerkern ist besonders reizvoll.

Sehenswürdigkeiten im Košický kraj

Im Slowakischen Paradies führen Leitern, Stege und Ketten durch enge Schluchten wie Suchá Belá und den Durchbruch des Hornád; die Kláštorisko-Lichtung bietet eine Berghütte. Die Dobschauer Eishöhle am Rand des Nationalparks gehört zum UNESCO-Welterbe der Höhlen des Aggteleker und Slowakischen Karsts. Die Domica-Höhle, die Ochtinská-Aragonithöhle mit ihren weißen Kristallblüten und die Gombasecká-Höhle zählen ebenfalls dazu. Bei Rosenau liegen das Schloss Betliar, ein Jagdschloss der Familie Andrássy, und die Burgruine Krásna Hôrka. Im Südosten, um Viničky und Malá Tŕňa, wird slowakischer Tokajer angebaut, ein süßer Wein, der aus edelfaulen Trauben gekeltert wird. Der Stausee Zemplínska šírava ist im Sommer das „Meer der Ostslowakei“. Nördlich von Kaschau sprudelt in Herľany ein Kaltwassergeysir, der etwa alle eineinhalb Tage eine Fontäne von über zehn Metern ausstößt, und südwestlich der Stadt beeindruckt im Prämonstratenserkloster von Jasov eine barocke Klosterkirche; die nahe Tropfsteinhöhle gehört ebenfalls zu den zugänglichen Höhlen der Region. In Trebišov erinnert ein neugotisches Mausoleum der Grafen Andrássy im Schlosspark an den einstigen Adel des Zemplín.

Essen, Anreise und beste Reisezeit

Die ostslowakische Küche ist reichhaltig: Pirohy mit Kartoffeln und Bryndza, Halušky, Gulasch und Lokše. Im Süden sind ungarische Einflüsse spürbar, etwa Paprikahuhn und Langos. Der Flughafen Košice (KSC) hat Verbindungen nach Wien, Prag und einige weitere europäische Städte. Von Bratislava fährt der Zug in rund fünf Stunden. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober; im Oktober findet der Internationale Friedensmarathon statt, der älteste Marathon Europas.