Region · Ebene 2

Thessalien

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Land
Griechenland
Städte
12
Zuordnung
über Koordinaten
§ 3

Thessalien: Meteora, Pilion und die Sporaden

Reiseführer · redaktionell

Thessalien ist Griechenlands Kornkammer, doch an ihren Rändern liegen einige der eindrucksvollsten Orte des Landes. Urlaub in Thessalien führt zu den Felsklöstern von Meteora, in die Bergdörfer des Pilion und auf die grünen Sporadeninseln Skiathos und Skopelos.

Landschaft und Lage

Das Herz der Region ist die weite thessalische Ebene um Larisa und Karditsa, eingerahmt vom Pindos im Westen, vom Olymp im Norden und vom Pilion-Gebirge im Osten, das die Bucht von Volos zur Ägäis hin abschirmt. Durch das Tal von Tempi zwischen Olymp und Ossa fließt der Pinios zum Meer. Im Westen bei Karditsa liegt der Plastiras-Stausee in einer Berglandschaft, die an die Alpen erinnert. Im Herbst 2023 richteten Unwetter in der Ebene schwere Überschwemmungen an. Auch die Sporaden mit Skiathos, Skopelos und Alonissos gehören zur Region; um Alonissos liegt der erste Meeresnationalpark Griechenlands, ein Rückzugsgebiet der seltenen Mönchsrobbe.

Sehenswürdigkeiten in Thessalien

Die Meteora-Klöster bei Kalambaka stehen auf bis zu 400 Meter hohen Sandsteinsäulen, die aus der Ebene aufragen. Einst nur über Strickleitern und Netze erreichbar, sind sechs der Klöster heute über Treppen zugänglich und gehören zum UNESCO-Welterbe; die Sonnenuntergänge über den Felsen sind legendär. Der Pilion, der Sage nach Heimat der Kentauren, ist mit Dörfern wie Makrinitsa und Tsagarada, Platanen, Steinpfaden und Kastanienwäldern ein Wanderparadies; an seiner Ostküste liegen Kieselstrände wie Mylopotamos, im Winter fahren Skifahrer bei Chania auf die Pisten. Volos, die lebhafte Hafenstadt, ist Ausgangspunkt der Fähren zu den Sporaden. Skiathos besitzt mehr als 60 Strände, darunter Koukounaries mit Pinienwald, Skopelos ist ruhiger und durch den Film „Mamma Mia!“ bekannt geworden. Larisa hat ein antikes Theater mitten in der Stadt, Trikala eine osmanische Altstadt und eine Burg. In Kalambaka und dem benachbarten Kastraki übernachtet man direkt unter den Felsen, Wanderwege führen zwischen den Klöstern hindurch, und Kletterer schätzen die Konglomeratwände. Auf dem Pilion fährt im Sommer eine Schmalspurbahn von Ano Lechonia nach Milies über eine Brücke, die Evaristo de Chirico entwarf, der Vater des Malers Giorgio de Chirico. Trikala gilt als Heimat des Asklepios und verwandelt im Advent eine alte Mühle in einen Weihnachtspark.

Essen und Trinken

Volos ist die Hauptstadt der Tsipouradika, Lokale, in denen zu jedem Fläschchen Tsipouro ein Teller mit Meeresfrüchte-Mezedes serviert wird. Aus dem Pilion kommen Spetsofai, Wurst mit Paprika, Äpfel und eingelegte Früchte, aus Skopelos die gefüllte Käsepita. Elassona und Trikala sind für Lamm und Feta bekannt. Auf dem Pilion werden Kräutertees und Marmeladen verkauft, Skopelos ist für Pflaumen bekannt.

Anreise und beste Reisezeit

Larisa liegt an der Bahnstrecke Athen–Thessaloniki, nach Kalambaka gibt es Zugverbindungen. Skiathos hat einen eigenen Flughafen mit Sommerflügen, Volos einen kleineren. Die beste Reisezeit ist Mai bis Juni sowie September und Oktober; die Ebene ist im Sommer sehr heiß, der Pilion bleibt angenehm. Fähren zu den Sporaden starten in Volos und Agios Konstantinos. Der Zug von Athen nach Kalambaka mit Umstieg in Palaiofarsalos ist eine bequeme Alternative zum Auto.