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Warna · Варна

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Region
Oblast Warna, Bulgarien
Einwohner
322.683
Zentrum
43.2074° N · 27.9167° E
Stadtteile
2
Warna – Stadtansicht
Warna · © Balkanregion · CC BY-SA 3.0
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Karte von Warna

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Warna entdecken: Seegarten, Thermen und Goldschatz

Reiseführer · redaktionell

Im Archäologischen Museum von Warna liegt ein Goldschatz, der über 6.000 Jahre alt ist – älter als die Pyramiden und das älteste bearbeitete Gold der Welt. Die drittgrößte Stadt Bulgariens ist zugleich die heimliche Hauptstadt der Schwarzmeerküste, mit einem großen Park am Meer, römischen Thermen und Stränden direkt in der Stadt. Ein Urlaub in Warna verbindet Badeferien mit Kultur und Ausflügen an die Küste.

Von Odessos zur Seehauptstadt

Griechische Kolonisten aus Milet gründeten im 6. Jahrhundert v. Chr. die Stadt Odessos. Später wurde sie römisch, byzantinisch, bulgarisch und osmanisch. Bei der Schlacht von Warna 1444 unterlag ein christliches Kreuzfahrerheer den Osmanen, König Władysław III. von Polen und Ungarn fiel. Nach der Befreiung Bulgariens 1878 wurde Warna zum wichtigsten Hafen und Seebad des Landes, und die Zarenfamilie ließ sich in der Nähe den Sommersitz Euxinograd bauen.

Sehenswürdigkeiten in Warna

Die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale mit ihren goldenen Kuppeln ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Archäologische Museum zeigt neben dem Goldschatz aus der Nekropole von Warna griechische, römische und mittelalterliche Funde. Die Römischen Thermen aus dem 2. Jahrhundert gehören zu den größten auf dem Balkan, ihre Mauern ragen mitten in der Altstadt auf. Der Seegarten, Morska Gradina, ist ein über acht Kilometer langer Park entlang der Küste, mit Delfinarium, Aquarium, Planetarium und Denkmälern. Unterhalb liegt der Stadtstrand mit Strandbars und Restaurants. Das Viertel Grätskata Mahala, das griechische Viertel, hat sich seinen Charme mit alten Häusern bewahrt.

Strand und Ausgehen

Die Strände reichen vom Zentrum bis zu den Ferienorten im Norden. Im Sommer verlagert sich das Leben an die Küste: Strandbars und Clubs am Hafen und im Seegarten feiern bis zum Morgen. Wer es ruhiger mag, findet in St. Konstantin und Elena oder in Kabakum nördlich der Stadt gepflegte Badeorte mit Mineralquellen. Der Goldstrand, einer der größten Badeorte Bulgariens, liegt nur rund 20 Kilometer nördlich.

Essen in Warna

Am Meer isst man fangfrischen Fisch: Ährenfisch, Makrele, Steinbutt und Muscheln aus dem Schwarzen Meer. Dazu ein Schopska-Salat und ein Glas Wein aus der Region. Zum Frühstück gibt es Banitsa, im Sommer kalte Tarator-Suppe. Rund um den Boulevard Knyaz Boris I., die Fußgängerzone, laden Cafés und Restaurants ein. Die Restaurants in Warna sind deutlich günstiger als in westeuropäischen Badeorten, und in den Tavernen am Hafen sitzt man bis spät mit Blick auf die Boote. Eine Spezialität der Küste ist Midi, gedämpfte oder panierte Miesmuscheln, die an fast jedem Strandlokal angeboten werden.

Unterwegs und beste Reisezeit

Der Flughafen liegt rund zehn Kilometer westlich und wird im Sommer von vielen Charterflügen angesteuert. Busse und Trolleybusse erschließen die Stadt, Busse fahren auch zu den Ferienorten. Die beste Reisezeit für einen Badeurlaub ist Juni bis September, Mai und Oktober sind angenehm für Besichtigungen. Ausflüge führen zum Felsenkloster Aladscha, zum Steinwald Pobiti Kamani, zum Kap Kaliakra und zum Schloss Euxinograd. Im Juli lockt das internationale Ballettfestival, eines der ältesten der Welt, Tänzer in die Stadt.